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  • طالبان در مقابل دوربین ها - دیدار بزرگ افغان ها در قطر [بوسارت مارکو کاوفمن، نویه زوریشر سایتونگ (آلمان)، 17 جولای 2019] (اداره کل رسانه های خارجی، مترجم: عطیه خرم)
  • 153970   ۱۳۹۸/۰۴/۲۹
  • نمایندگان دولت افغانستان و طالبان برای اولین بار در 7 و 8 ژوئیه 2019 در هتلی لوکس واقع در پایتخت قطر با یکدیگر دیدار کردند: گامی نخستین در مسیر دشوار جلب اعتماد متقابل. تندروهای اسلامگرای طالبان که در سال 2013 مقر نمایندگی سیاسی خود را در قطر تاسیس کردند، دولت کابل را همواره به عنوان رژیم دست نشانده آمریکایی ها در نظر گرفته اند. فقط پس از طراحی و ارائه یک برنامه زمانی برای خروج "نیروهای اشغالگر" خارجی، اعضای این گروه حاضر شده اند با دولت افغانستان وارد گفتگوهای رسمی شوند.
  • طالبان در مقابل دوربین ها - دیدار بزرگ افغان ها در قطر
    متین بیک با لحنی بی احساس و با اشاره به طالبان می گوید: "آنها پدر من را کشتند." با وجود این، بیک به دعوت برای شرکت در گفتگوهای دو روزه با رهبری سیاسی طالبان در قطر پاسخ مثبت داد. این مقام نزدیک به اشرف غنی، رئیس جمهور افغانستان تصمیم خود برای شرکت در این مذاکرات را این گونه توضیح می دهد: "باید با دشمنان خود بر سر یک میز نشست و گفتگو کرد." بیک، رئیس اداره مستقل ارگان‌ های محلی در افغانستان جنگ زده می باشد.
    نمایندگان دولت افغانستان و طالبان برای اولین بار در 7 و 8 ژوئیه 2019 در هتلی لوکس واقع در پایتخت قطر با یکدیگر دیدار کردند: گامی نخستین در مسیر دشوار جلب اعتماد متقابل.
    تندروهای اسلامگرای طالبان که در سال 2013 مقر نمایندگی سیاسی خود را در قطر تاسیس کردند، دولت کابل را همواره به عنوان رژیم دست نشانده آمریکایی ها در نظر گرفته اند. فقط پس از طراحی و ارائه یک برنامه زمانی برای خروج "نیروهای اشغالگر" خارجی، اعضای این گروه حاضر شده اند با دولت افغانستان وارد گفتگوهای رسمی شوند.
    به همین علت برای برگزاری جلسه دوحه که توسط آلمان و قطر برنامه ریزی و ترتیب داده شده بود، برخی ظرافت های دیپلماتیک مورد نیاز بود. 47 عضو هیئت دولتی افغانستان موافقت کردند که تنها به عنوان افراد خصوصی شرکت کنند. علاوه بر این، میزبانان همچنین تعدادی از سیاستمداران اپوریسیون، فعالان مدنی و نمایندگان اقلیت از جمله یازده زن را برای شرکت در این اجلاس دعوت کردند.
    حبیبه سرابی، یکی از شرکت کنندگان می گوید: "طی دو روز گذشته، طالبان مجبور بودند سخنان ما را بشنوند." از دید این سیاستمدار افغان، این نکته به خودی خود یک موفقیت محسوب می شود، زیرا طالبان می توانستند در اعتراض به حضور زنان سالن را ترک کنند. پس از حمله آمریکایی ها و سرنگونی رژیم اسلامی در سال 2001 که زنان را وادار به استفاده از برقع کرده بود، سرابی نخستین زن والی کشور شد.
    اصیله وردک، یکی دیگر از شرکت کنندگان در اجلاس دوحه بر این باور است که 17 نماینده طالبان تمایل واقعی برای تبادل نظر با زنان افغانستان دارند. در حال حاضر، نمایندگان طالبان حتی حجابی همانند آنچه را که این بنیانگذار "شبکه زنان افغان" بر سر دارد، قابل قبول خوانده اند .
    با توجه به تجربه دردناک جنگ، در دوحه فقط به تبادل مودبانه ایده ها و پیشنهادات پرداخته نشد. هیئت کابل نمایندگان طالبان را متهم کرد که به تلفات احتمالی غیرنظامیان در حملات خود اهمیتی نمی دهند. از سوی دیگر نیز طالبان پاسخ داد طی عملیات آمریکایی ها و فرماندهان آنها، تعداد بیشتری از افغان ها کشته می شوند. در بیانیه نهایی غیررسمی وعده داده شده که هر دو طرف تلاش خواهند داشت تعداد تلفات غیرنظامیان را به صفر برسانند.
    زلمی خلیل زاد، نماینده ویژه آمریکا در مناقشه افغانستان نیز در این مذاکرات حضور داشت. اما برای اولین بار، آمریکایی ها تنها نظاره گر این گفتگوی داخلی و بین افغانی هستند. در حال حاضر، آنها به طور جداگانه با طالبان مذاکره می کنند تا بر سر خروج نیروهای آمریکایی توافق کرده و طالبان تضمین کند که این کشور دیگر هرگز به عنوان پناهگاه گروه های افراطی خارجی استفاده نشود. پس از حملات 11 سپتامبر، آمریکا به منظور مبارزه با شبکه تروریستی القاعده و اسامه بن لادن، رهبر این گروه وارد افغانستان گردیده بود.
    طی 18 سال گذشته، طالبان اندک اندک بخش اعظم کشور را باز پس گرفته و به گفته خود، اکنون 70 درصد از خاک افغانستان را کنترل می کنند. موفقیت آنها در میدان جنگ، آمریکائی ها را مجبور به مذاکره مستقیم کرده است. مایک پومپئو، وزیر امور خارجه آمریکا می خواهد چارچوب یک توافق تا سپتامبر 2019 آماده گردد.
    در کنفرانس مطبوعاتی که پس از پایان این نشست دو روزه برگزار شد، بعضی از اعضای هیئت افغانی به ستایش از روند گفتگوها پرداخته و گفتند این آغاز یک فرآیند طولانی است که طی آن مردم افغان خواهند آموخت چگونه اختلاف نظرهای عمیق فی ما بین را برطرف کنند. با این حال، متین بیک با دیده شک و تردید به این سخنان می نگرد: "ما یک جمهوری هستیم، اما از دیدگاه این افراد، صلح به معنای بازگشت به یک حکومت اسلامی است."
    منبع: اداره کل رسانه های خارجی

     

     

     

    Taliban im Blitzlichtgewitter – das grosse afghanische Stelldichein in Katar
    In Afghanistan bombardieren die Taliban «Invasoren und ihre Lakaien». Im Golfstaat Katar hingegen tauschen sie sich mit dem Kriegsgegner aus – und versprechen den Frauen eine Zukunft ohne Burka.
    Marco Kauffmann Bossart, Doha 17.7.2019, NZZ
    «Sie brachten meinen Vater um», sagt Matin Bek seltsam emotionslos. «Sie», die Taliban. 2011 schritt ein Selbstmordattentäter bei einer Beerdigungsfeier in Afghanistan auf Beks Vater zu und riss diesen und 24 weitere Personen mit in den Tod. Dennoch nahm Bek die Einladung für einen zweitägigen Dialog mit der politischen Führung der Taliban in Katar an.
    «Man muss mit seinen Feinden zusammensitzen», erklärt der Vertrauensmann des afghanischen Staatschefs Ghani seinen Entscheid, für Gespräche ins steinreiche Emirat zu fliegen. Er trägt einen marineblauen Anzug westlichen Zuschnitts und sitzt auf einem Ledersofa im Sheraton-Hotel von Doha; über ihm an der Wand hängen Bilder von arabischen Scheichs auf der Jagd. Bek leitet in seiner kriegsgeschüttelten Heimat das Departement für Regionalregierungen. Ein Spitzenjob im Ministerrang.
    Zuhören ist ein Erfolg
    In dem Luxushotel in der katarischen Hauptstadt, wo selbst die WC-Armaturen und Abfallkübel goldig glänzen, sassen sich am 7. und 8. Juli 2019 zum ersten Mal Repräsentanten der afghanischen Regierung und der Taliban gegenüber. Ein erster Schritt auf dem schwierigen Weg hin zu mehr Vertrauen.
    Überwindung, sich mit dem Gegner überhaupt nur an einen Tisch zu setzen, brauchte es auch für die islamistischen Hardliner, die 2013 im Golfstaat eine politische Vertretung eingerichtet hatten. Sie bezeichnen die Führung in Kabul als Marionettenregime der Amerikaner. Erst nachdem ein Zeitplan über einen Abzug der ausländischen «Besatzungstruppen» vereinbart ist, wollen die selbstbewussten Gotteskrieger mit der afghanischen Regierung in einen offiziellen Dialog treten.
    Für das Treffen in Doha, eingefädelt von Deutschland und Katar, bedurfte es daher einiger diplomatischer Kniffe. Die 47 Mitglieder der afghanischen Delegation stimmten der Bedingung zu, bloss als Privatpersonen aufzutreten. Zudem luden die Gastgeber nicht nur der Regierung nahestehende Personen ein. Auch Oppositionspolitiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und von Minderheiten setzten die deutschen Diplomaten auf die Gästeliste – unter ihnen elf Frauen. Bis zur Abreise mit einer Sondermaschine, die die Teilnehmer nach Doha brachte, wussten nur wenige Eingeweihte, wer sonst noch eine Einladung erhalten hatte. Vor wenigen Monaten war eine von Katar geplante Konferenz wegen eines Streits über die Teilnehmerliste gar nicht zustande gekommen.
    «Die Taliban mussten uns in den vergangenen zwei Tagen zuhören», stellt Habiba Sarabi mit einem verschmitzten Lächeln fest. Nur schon das betrachtet die afghanische Politikerin als Erfolg. Die Taliban hätten aus Protest gegen die Frauenpräsenz auch den Saal verlassen können. Nach dem Einmarsch der Amerikaner und dem Sturz des islamistischen Regimes 2001, das die Frauen unter die Burka gezwungen hatte, amtierte Sarabi als erste Gouverneurin des Landes. Später war sie Frauenministerin.
    Eine andere Teilnehmerin am grossen Tisch in Doha, Asila Wadrak, spürte gar einen genuinen Willen der 17 Taliban-Vertreter, sich mit den Frauen aus Afghanistan auszutauschen. «Sie sicherten uns zu, dass sie die Ausbildung und Berufstätigkeit von Frauen nicht mehr ablehnen.» Bloss gemischte Schulklassen seien ein Tabu. Ein Kopftuch, wie es die Mitbegründerin des afghanischen Frauen-Netzwerks trägt, hielten die Aufständischen mittlerweile für akzeptabel. «Ich will nicht in die dunklen Zeiten zurück», bekräftigt die Frau in den Vierzigern. Sie erzählt, wie sie unter der Burka keine Brille tragen konnte. Deswegen verlor sie einmal im Menschengewühl ihren Vater. «Die Taliban verprügelten mich, weil sie mich ohne männlichen Begleiter sahen.»
    Angesichts der schmerzvollen Kriegserfahrungen blieb es in Doha nicht beim höflichen Gedankenaustausch. Die Delegation aus Kabul warf den Mullahs vor, bei Anschlägen keine Rücksicht auf mögliche zivile Opfer zu nehmen. Parallel zur Konferenz hatte ein Taliban-Kommando im afghanischen Ghazni eine Geheimdienstzentrale angegriffen und ein Dutzend Sicherheitskräfte getötet. Verletzt wurden auch über 100 Zivilisten, unter ihnen Schulkinder.
    Die Taliban konterten, bei Operationen der Amerikaner und ihrer Handlanger kämen mehr Afghanen ums Leben. In einer unverbindlichen Schlusserklärung heisst es nun: Beide Seiten streben an, die Zahl ziviler Opfer auf null zu senken. Zwischen März 2018 und März 2019 wurden laut der afghanischen Menschenrechtskommission 11 212 Zivilistinnen und Zivilisten verletzt oder getötet.
    Gebet mit dem Feind
    Wie bei anderen Konferenzen spielt sich in Doha Wichtiges und Symbolhaftes beim Tee, in den Gängen oder bei einem der täglichen Gebete statt. Wie ein Augenzeuge berichtet, wechselten sich zu den islamischen Gebetszeiten die beiden Delegationen ab: Führte ein Talib das Morgengebet an, übernahm am Mittag ein Mitglied der Delegation aus Kabul. An einem Essen wurde ein Talib mit elf Frauen beim ungezwungenen Gespräch gesichtet.
    In den Pausen streift auch Amerikas Sonderbeauftragter für den Afghanistan-Konflikt, Zalmay Khalilzad, durch die mit Kristallleuchtern und Marmorböden ausgestatteten Hotelhallen. Ein paar Worte mit den Leuten aus Kabul, dann scherzt er mit den bärtigen Mullahs. Der baumlange amerikanische Botschafter afghanischer Herkunft scheint es mit allen zu können. Seine Hände hinter dem Rücken verschränkt, knetet er eine Gebetskette.
    Bei diesem innerafghanischen Dialog stehen die Amerikaner für einmal aber nur an der Seitenlinie. Sie verhandeln separat mit den Taliban über einen Abzug der amerikanischen Truppen und über Garantien, wonach das Land am Hindukusch nie mehr als Zufluchtsort für ausländische Extremistengruppen genutzt werden darf. Der Kampf gegen das Terrornetzwerk der Kaida und dessen Anführer Usama bin Ladin war der Grund für die amerikanische Intervention nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gewesen.
    In den vergangenen 18 Jahren haben die Taliban Stück um Stück des Landes zurückerobert. Nach eigenen Angaben kontrollieren sie 70 Prozent des Territoriums. Die Erfolge auf dem Schlachtfeld haben dazu geführt, dass die Amerikaner direkten Verhandlungen zustimmten. Aussenminister Mike Pompeo möchte bis September 2019 ein Rahmenabkommen. Galten die Mullahs in ihren traditionellen weissen Pluderhosen, ihren schwarzen Gilets und mit ihren Turbanen einst als Parias, werden sie nun als gleichberechtigte Verhandlungspartner behandelt.
    Datteln und Kopftücher als Abschiedsgeschenk
    Als nach dem zweitägigen Treffen Medienvertreter in den Sitzungssaal gelassen werden, ergeht ein Blitzlichtgewitter über die Repräsentanten der Taliban. Ihnen scheint das nichts auszumachen, im Gegenteil. Manche Teilnehmer der inoffiziellen Regierungsdelegation sind voll des Lobes über den Dialog. Es sei der Beginn eines langen Prozesses, bei dem Afghaninnen und Afghanen lernen würden, die tiefen Gräben zu schliessen. Bei Matin Bek, dessen Vater wie erwähnt durch einen den Taliban zugeschriebenen Anschlag umgebracht wurde, überwiegt gleichwohl Skepsis. «Wir sind eine Republik, aber aus Sicht dieser Ideologen bedeutet Frieden eine Rückkehr zu einem islamischen Emirat.»
    Vor der Abreise der Delegationen nach Kabul taucht im «Sheraton» nochmals eine Abordnung der Taliban auf. Sie verteilen edle Papiertaschen in Weinrot und Beige: Parfum und Datteln für Männer, Kopftücher für die Frauen. Dieses Abschiedsgeschenk der Taliban wird Bek wohl kaum überzeugen.


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