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تحریم های آمریکا مبارزه با ویروس کرونا را در ایران دشوار می کنند[راگ اینگا، نویه زوریشر سایتونگ(سوئیس)، 5 مارس 2020](اداره کل رسانه های خارجی)

تحریم های آمریکا مبارزه با ویروس کرونا را در ایران دشوار می کنند[راگ اینگا، نویه زوریشر سایتونگ(سوئیس)، 5 مارس 2020](اداره کل رسانه های خارجی)
با تحریم های شدیدی که واشنگتن علیه ایران وضع کرده، مبارزه با ویروس بیش از پیش دشوار می شود. اگرچه گفته می شود کالاهای بشردوستانه معاف هستند، اما از ماه ها پیش کمبود داروهای مهم وجود داشته، زیرا تحریم های گسترده مالی هر نوع تجارت با ایران را دشوار می کند. علاوه بر این، بسیاری از پروازها به ایران به دلیل ترس از انتشار ویروس متوقف شدند. این وضعیت تحویل تجهیزات محافظ، کیت تست و سایر تجهیزات امدادی توسط سازمان بهداشت جهانی را دشوار می کند.

تحریم های آمریکا مبارزه با ویروس کرونا را در ایران دشوار می کنند

1.    در هیچ کشور دیگری در جهان، به جز چین و ایتالیا، ویروس کرونا به اندازه ایران شیوع نیافته است. به گفته [آقای] روحانی تقریبا هر 31 استان کشور تحت تأثیر قرار گرفته است. سخنگوی دولت گزارش داد تاکنون 92 نفر بر اثر بیماری جان خود را از دست داده و 2922 نفر مبتلا شده اند.
2.    دو هفته پیش، مقامات دولتی ادعا می کردند این ویروس به ایران وارد نشده است. فقط وقتی دیگر قابل انکار نبود، اعتراف کردند این ویروس گسترش یافته و بدین ترتیب نه تنها سلامتی مردم عادی، بلکه نخبگان و سیاستمداران را نیز به خطر انداختند. در هیچ کشور دیگری، حتی در چین، تعداد سیاستمداران و روحانیون مبتلا شده و جان باخته به اندازه ایران نبوده است.
3.    سازمان های حقوق بشر هشدار می دهند که بسیاری از زندانیان به ویژه در معرض خطر هستند. روز سه شنبه، دستگاه قضایی 54 هزار زندانی را به طور موقت آزاد کرد. به گفته یک نماینده انگلیس، عفو موقت شامل نازنین زاغری راتکلیف نیز خواهد بود.
4.    اگرچه حکومت همچنان اطمینان دارد که بزودی این بیماری به پایان خواهد رسید، اما اقدامات جدی برای مقابله با این بیماری اتخاذ کرده است. تهران با استفاده از مجازات های شدید سعی در متوقف کردن بازار سیاه ماسک تنفسی و داروها دارد.
5.    با تحریم های شدیدی که واشنگتن علیه ایران وضع کرده، مبارزه با ویروس بیش از پیش دشوار می شود. اگرچه گفته می شود کالاهای بشردوستانه معاف هستند، اما از ماه ها پیش کمبود داروهای مهم وجود داشته، زیرا تحریم های گسترده مالی هر نوع تجارت با ایران را دشوار می کند. علاوه بر این، بسیاری از پروازها به ایران به دلیل ترس از انتشار ویروس متوقف شدند. این وضعیت تحویل تجهیزات محافظ، کیت تست و سایر تجهیزات امدادی توسط سازمان بهداشت جهانی را دشوار می کند.
6.    ایران در زمینه مبارزه با اپیدمی تجربه داشته و قادر به تولید دارو، مواد ضد عفونی کننده ها و تجهیزات حفاظتی مخصوص است. با این حال، بسیاری از مواد اولیه باید وارد شوند و با توجه به میزان بسیار بالای تقاضا، کارخانه ها به سختی قادر به تامین نیازها هستند.
7.    آلمان، فرانسه و انگلیس کمک های اضطراری به ارزش پنج میلیون یورو به ایران ارسال کرده و واشنگتن نیز به شرکت های آمریکایی مجوز ویژه ای داده تا به رغم تحریم ها، مواد غذایی و دارو به ایران بفروشند. اما احتمالا این کافی نخواهد بود.
منبع: اداره کل رسانه های خارجی

Amerikas Sanktionen erschweren die Bekämpfung des Coronavirus in Iran
Die Krankheit breitet sich in Iran immer mehr aus und hat auch viele Angehörige der politischen Führung infiziert. Kritiker werfen der Regierung vor, viel zu zögerlich reagiert zu haben und noch immer das wahre Ausmass zu verschweigen.
Inga Rogg, 05.03.2020, NZZ
In keinem anderen Land der Welt, ausser in China und Italien, hat sich das Coronavirus so stark ausgebreitet wie in Iran. Wie Präsident Hassan Rohani am Mittwoch einräumte, sind mittlerweile fast alle der 31 Provinzen des Landes betroffen, während das Gesundheitsministerium weitere Todesfälle und Infektionen bekanntgab. Nach Angaben des Ministeriumssprechers sind bisher 92 Personen an der Viruserkrankung gestorben, 2922 Personen haben sich angesteckt.
Noch vor gut zwei Wochen hatten Regierungsvertreter behauptet, ihr Land bleibe von dem neuartigen Virus verschont. Erst als alles Leugnen zwecklos war, räumten sie die Ausbreitung des Virus ein. Damit gefährdeten sie nicht nur die Gesundheit der Normalbürger des Landes, sondern auch die der eigenen Klasse. Denn in keinem anderen Land, nicht einmal in China, sind so viele Politiker und Geistliche positiv getestet worden wie in Iran.
Zahlreiche Vertreter der Elite erkrankt
Nach Angaben des stellvertretenden Parlamentspräsidenten sind 23 Abgeordnete erkrankt. Insgesamt wurden bisher rund 40 Fälle von amtierenden und ehemaligen Amtsträgern mit einer Infektion bekannt, unter ihnen Vizepräsidentin Masumeh Ebtekar, der stellvertretende Gesundheitsminister und der Leiter der Rettungsdienste. Mindestens sechs amtierende und ehemalige Vertreter des Regimes sind dem Virus erlegen, unter ihnen ein Mitglied des mächtigen Schlichtungsrats.
Menschenrechtsorganisationen warnen, die vielen Häftlinge seien aufgrund der miserablen Zustände in den Gefängnissen besonders gefährdet. Am Dienstag setzte die Justiz 54 000 Inhaftierte vorübergehend auf freien Fuss, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Laut einer britischen Abgeordneten soll die temporäre Amnestie auch Nazanin Zaghari-Ratcliffe zugute kommen. Der Ehemann der britisch-iranischen Doppelstaatsbürgerin, die 2016 wegen angeblicher Spionage zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, hatte am Wochenende erklärt, seine Frau klage über Symptome, wie sie für das Virus typisch seien. Teheran wies dies zurück.
Obwohl die Führung weiterhin versichert, der Spuk sei bald vorbei, hat sie inzwischen strenge Massnahmen ergriffen, um die Epidemie in den Griff zu bekommen. Die Schulen und Universitäten bleiben geschlossen, Freitagspredigten wurden abgesagt, Busse, Metros, Märkte und die Schreine, die Zehntausende von Pilgern anziehen, werden regelmässig desinfiziert. Mit drakonischen Strafen versucht Teheran, den Schwarzmarkt für Schutzmasken und Medikamente zu unterbinden.
Sanktionen erschweren die Bekämpfung
Die Bekämpfung des Virus wird allerdings durch die scharfen Sanktionen erschwert, die Washington gegen das Land verhängt hat. Eigentlich sehen sie Ausnahmen für humanitäre Güter vor, doch gibt es seit Monaten Engpässe bei wichtigen Medikamenten, weil die umfassenden Finanzsanktionen jede Form des Handels mit Iran erschweren. Hinzu kommt, dass zahlreiche Flugverbindungen nach Iran aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus eingestellt wurden.
Dies erschwert auch die Lieferung von Schutzausrüstung, Test-Kits und anderen Hilfsgütern durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). So musste die Uno-Organisation die Lieferung von ihrem Logistikzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten in die irakische Hauptstadt Bagdad bringen, von wo sie mit einer irakischen Maschine nach Teheran geflogen wurde. Für eine weitere Lieferung stellte das Herrscherhaus dann eine Transportmaschine der Luftwaffe bereit.
Iran hat Erfahrung in der Bekämpfung von Epidemien und verfügt über eigene Produktionsstätten für Medikamente, Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung. Doch viele Bestandteile müssen importiert werden, wobei wegen der Sanktionen gegen den Bankensektor oft komplizierte Handelsgeschäfte nötig sind. Das gilt besonders für Komponenten, die auch zu militärischen Zwecken eingesetzt werden können.
Zudem kommen die Fabriken angesichts der hohen Nachfrage mit der Produktion kaum nach. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien haben Soforthilfe in Höhe von fünf Millionen Euro bereitgestellt. Washington hat zudem amerikanischen Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung erteilt, damit sie trotz den Sanktionen Lebensmittel und Medikamente an Iran verkaufen können.
Das alles reicht aber voraussichtlich nicht. Experten geben zu bedenken, dass die Zahl der Erkrankungen viel höher sein müsse als von den Behörden eingeräumt oder festgestellt. Ärzte, Schwestern und Pfleger haben den Behörden in den sozialen Netzwerken vorgeworfen, das Ausmass der Krise herunterzuspielen. Als Reaktion darauf hat die Regierung den Angestellten einen Maulkorb verpasst.
https://www.nzz.ch/international/coronavirus-in-iran-amerikas-sanktionen-erschweren-bekaempfung-ld.1544410

۱۹ اسفند ۱۳۹۸ ۱۳:۰۴

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