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شاهزادگان دوران کرونا[سالوم رانیه ، اشپیگل(آلمان)، 18 مه 2020](اداره کل رسانه های خارجی؛ عطیه خرّم)

شاهزادگان دوران کرونا[سالوم   رانیه ، اشپیگل(آلمان)، 18 مه 2020](اداره کل رسانه های خارجی؛ عطیه خرّم)
پیش بینی می شد سال 2020 سال خوبی برای ولیعهدهای امارات متحده عربی و عربستان سعودی باشد. اما وقایع اخیر جهان و منطقه نقشه های آنان را نقش بر آب کرد: ابتدا سقوط بهای نفت و سپس بحران کرونا.

شاهزادگان دوران کرونا

1.    پیش بینی می شد سال 2020 سال خوبی برای ولیعهدهای امارات متحده عربی و عربستان سعودی باشد. اما وقایع اخیر جهان و منطقه نقشه های آنان را نقش بر آب کرد: ابتدا سقوط بهای نفت و سپس بحران کرونا.
2.    اگرچه خزانه های هر دو کشور پر هستند و هنوز مشکلی جدی به وجود نیامده، اما پروژه های بزرگ و بلندپروازانه آنها اکنون موقتا متوقف شده اند. به عنوان مثال، ولیعهد عربستان قصد داشت منابع اقتصادی این کشور را متنوع کرده و از نفت مستقل نماید.
3.    کمبود نقدینگی همچنین می تواند عواقبی برای سیاست خارجی این دو داشته باشد: تاکنون، آنها عمدتا با کمک های مالی فراوان متحدانی برای خود خریده بودند.
4.    محمد بن زاید به طور رسمی تنها وزیر دفاع و ولیعهد امیرنشین ابوظبی بوده و محمد بن سلمان نیز ولیعهد عربستان سعودی و وزیر دفاع می باشد. اما در واقع، هر دو ریاست کشور را به دست گرفته و به قدرتمندترین فرد کشور و خانواده خود تبدیل شده اند.
5.    هر دو قصد داشتند جایگاه خود را بیش از پیش ارتقا دهند، به عنوان مثال با مداخله در یمن در سال 2015، محاصره قطر در سال 2017 یا پیشبرد اقدامات خصمانه علیه ایران. اما تقریبا در همه این عرصه ها، سریعا به بن بست رسیده اند. امری که هزینه زیادی برای آنها در بر داشته و باعث اختلاف نظر آنها، برای مثال بر سر یمن شده است.
6.    البته محمد بن زاید می داند که چگونه می تواند از این بحران به نفع خود استفاده کند. به نظر می رسد امارات متحده عربی ویروس کرونا را تحت کنترل درآورده و اکنون او امارات را به عنوان الگو جلوه داده و کمک های بشردوستانه به کشورهای دیگر ارائه می دهد. اما سعودی ها همچنان مشغول مقابله با ویروس در داخل کشور خود هستند.
منبع: اداره کل رسانه های خارجی

Die Corona-Kronprinzen
Die Coronakrise bremst die ambitioniertesten Machthaber der arabischen Welt aus: Mohammed bin Salman und Mohammed bin Zayed. Zwischen den einst Unzertrennlichen werden zunehmend Differenzen sichtbar.
Von Raniah Salloum
18.05.2020, spiegel
Eigentlich hätte 2020 das Jahr der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi-Arabiens werden sollen: die Weltausstellung Expo im Oktober in Dubai, das G20-Treffen der weltweit wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im November in Riad. Mohammed bin Zayed, der mächtige Mann in den Emiraten, und Mohammed bin Salman, der wahre Regent von Riad, wären dort angekommen, wo sie sich längst sehen: inmitten der Mächtigsten der Welt.
Doch stattdessen werden die beiden Kronprinzen vom Golf nun ausgebremst. Erst kam der Absturz des Ölpreises, dann die Coronakrise - mit all ihren Konsequenzen. Auf einmal stehen die emiratischen Fluglinien still, das hyperglobalisierte Dubai musste seinen Haushalt kürzen und einen Kredit aufnehmen. Saudi-Arabien setzte die Pilgerfahrten nach Mekka aus, strich Staatsausgaben und verdreifachte die Mehrwertsteuer auf 15 Prozent.
Wirtschaftliche Prestigeprojekte liegen auf Eis
Zwar sind die Taschen beider Länder tief, kritisch wird es für sie so schnell nicht. Aber Prestigeprojekte liegen nun erst einmal auf Eis. So plante etwa der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, nach emiratischem Vorbild die Wirtschaft des Königreichs zu diversifizieren, sein Land unabhängig vom Öl zu machen.
Dafür wollte er unter anderem für eine halbe Billion Dollar die Megastadt "Neom" aus der Wüste stampfen und Saudi-Arabien zum Weltmarktführer in Zukunftstechnologien machen. Auch in normalen Zeiten wäre das ein überaus schwieriges Unterfangen. Mittlerweile ist daran überhaupt nicht mehr zu denken. Der Gewinn des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco ist gerade um ein Viertel eingebrochen.
Auch für die Außenpolitik der beiden könnte die Liquiditätsknappheit Folgen haben. Denn bisher haben sie die vor allem damit bestritten, dass sie mit Bargeld um sich warfen und sich Verbündete einkauften.
In geleakten Tonaufnahmen vor ein paar Jahren wusste der ägyptische Staatspräsident Abdel Fattah el-Sisi Erstaunliches zu berichten. Er war 2013 mithilfe von Milliarden Dollar der Golfstaaten an die Macht gekommen. In den Aufnahmen wies er seinen Büroleiter an, die Saudis nach weiteren zehn Milliarden Dollar zu fragen. Der Büroleiter lachte, und el-Sisi sagte nur: "Was? Sie haben Geld wie Reis."
Zusammen bilden Mohammed bin Zayed und Mohammed bin Salman ein mächtiges Duo. Zwar ist Mohammed bin Zayed (MbZ) formal nur Verteidigungsminister und Kronprinz des Emirats Abu Dhabi. Tatsächlich ist er aber längst der starke Mann der Vereinigten Arabischen Emirate.
Auch Mohammed bin Salman (MbS) ist mehr als nur saudischer Kronprinz und Verteidigungsminister. De facto führt er bereits Saudi-Arabien, den größten Ölexporteur der Welt.
Beiden ist es gelungen, sich innerhalb ihrer Familien durchzusetzen - und von dort soll es immer weiter nach oben gehen:
•    Mohammed bin Zayed spielt dabei die Rolle des Strategen und Mentors.
•    Der 25 Jahre jüngere Mohammed bin Salman schätzt ihn - und verleiht ihm mit seinem großen saudischen Königreich viel Gewicht und Schlagkraft bei ihren gemeinsamen Abenteuern.
Zumindest war es bisher so - etwa im Jemen, wo beide 2015 gegen Katar intervenierten, das beide seit 2017 blockieren, oder in ihrer Kampagne gegen Iran. Allerdings haben sich die beiden Kronprinzen überhoben mit ihrem Traum, den Nahen und Mittleren Osten neu zu ordnen gegen Iran, die Muslimbrüder und die Türkei.
MbZ und MbS: das Despotenduo vom Golf
Fast überall geraten sie mit ihrem Hauruck-Ansatz in Sackgassen. Das kommt sie nun immer teurer - und birgt gerade in Sparzeiten zunehmend Konfliktpotenzial. Zwei Beispiele.
•    Jemen: Für Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hat dieser Krieg im Nachbarland Priorität. Allerdings ist er längst zum Debakel geworden. Die VAE haben bereits vor einem Jahr einen diskreten Rückzug eingeläutet. Auch MbS sucht nun nach einem Ausweg. Die jemenitischen Verbündeten von MbZ und MbS geraten zunehmend aneinander. (Lesen Sie hier mehr über die Hintergründe)
•    Libyen: Für Mohammed bin Zayed hat dieser Konflikt Priorität. Seit 2014 intervenieren die Emiratis dort, um Feldmarschall Khalifa Haftar mit Gewalt an die Macht zu bringen. Doch seit 2019 greift die Türkei auf der Gegenseite ein und bringt das Haftar-Lager zunehmend in Bedrängnis. Nun muss Saudi-Arabien dem Haftar-Lager immer häufiger mit Geld aushelfen.
Doch der gerissene Pragmatiker Mohammed bin Zayed weiß eine gute Krise auch für sich zu nutzen. Die Vereinigten Arabischen Emirate scheinen das Coronavirus unter Kontrolle zu haben. Früh wurden Wärmekameras an den Flughäfen eingesetzt und die Verbindungen nach China unterbrochen. Nun inszeniert er die Emirate als Vorbild und bietet anderen Ländern humanitäre Hilfe an.
Die Saudis hingegen sind vorerst mit sich selbst und dem Virus beschäftigt. Nach steigenden Infektionen müssen die Untertanen von Mohammed bin Salman Ende Mai, zum Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan, zurück in den Lockdown.
 
https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-saudi-arabien-und-die-vereinigten-arabischen-emirate-sparen-a-9aaf37f1-bcba-4ff2-ac3c-544fd21a9719

۳۰ اردیبهشت ۱۳۹۹ ۱۶:۰۰

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